S01E02: Vater und Sohn
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Gemeinsam mit seinem Sohn Guillaume, zu dem er ein gutes Verhältnis hat, übt er im Haus der Familie seine Rolle als Angeklagter. Die beiden gehen noch einmal alle Akten durch, Guillaume filmt seinen Vater bei den Vorbereitungen auf seinen Auftritt vor den Geschworenen. Aus Familiensinn und Loyalität versucht der Sohn zu vergessen, was er inzwischen weiß. Doch weitere Hinweise und Eingeständnisse erhärten seinen Verdacht. In den Wochen vor dem Prozess gerät das Psychospiel zwischen Vater und Sohn zum Alptraum. Trotz einer schlüssigen Beweisführung der Anklage wird Maurice Agnelet 2006 nach einem Mammutprozess freigesprochen. Der Staatsanwalt legt sofort Berufung ein. Ein Jahr später kommt es bei der Urteilsverkündung zum Paukenschlag: Agnelet wird des Mordes an Agnès Le Roux für schuldig erklärt und zu einer 20-jährigen Freiheitsstrafe verurteilt.
Sein Verteidiger legt eine letzte Berufung vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ein, der Frankreich wegen Formfehlern verurteilt. Maurice Agnelet wird freigesprochen, ein dritter Prozess kündigt sich an. Doch der Bruch zwischen Guillaume und seinem Vater ist vollzogen. Nur Maurices jüngerer Sohn, der sich bisher aus der Affäre herausgehalten hat, steht noch zu ihm. Guillaume trägt indessen immer schwerer an seinem dunklen Geheimnis.